Technischen Universität München
Sprechstunde Präventive Pädiatrie

Untersuchungen

Anamnese und ausführliche körperliche Untersuchung

Verschiedene Fachgesellschaften, wie die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin (DGSP), die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Sportmedizin (GPS) und der Bayerische Sportärzteverband (BSÄV), haben verpflichtende Bestandteile einer Sporttauglichkeitsuntersuchung festgelegt. Daher wird zu Beginn eine umfangreiche Anamnese erhoben, die Fragen zu sportlicher Aktivität, eigenen Erkrankungen oder Erkrankungen in der Familie beinhaltet. Anschließend wird eine ausführliche pädiatrisch-internistische sowie eine pädiatrisch-orthopädische Untersuchung durchgeführt.

Ruhe-EKG

Bei gesunden Kindern und Jugendlichen wird in Abhängigkeit von der jeweiligen Fachgesellschaft die Durchführung eines Ruhe-EKGs empfohlen, bei herzkranken Kindern ist dies Standard.
Mit Hilfe des Elektrokardiogramms (EKG) kann die Funktion des Reizleitungssystems des Herzens beurteilt werden. Bei Sportlern kann es zu physiologischen (nicht krankhaften) Veränderungen kommen. Eine Unterscheidung von pathologischen (krankhaften) Veränderungen ist manchmal schwierig, so dass alle EKGs von unseren Kinderkardiologen und Sportmedizinern ausgewertet werden.

Echokardiographie

Ergänzend zu den allgemeingültigen Empfehlungen führen wir eine Echokardiographie durch. Mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung werden Herzstrukturen, wie Herzmuskel und –klappen, untersucht und beurteilt. Im Rahmen sportlicher Aktivität kann es zu Veränderungen dieser Strukturen kommen. Die Unterscheidung von physiologischem (nicht krankhaftem) Sportlerherz und abklärungsbedürftigen Veränderungen kann durch die Echokardiographie erfolgen. 

Belastungsuntersuchung

Bei intensiver Sportausübung, ob im Freizeit- oder Leistungssport sowie bei der Teilnahme an Wettkämpfen, sollte nach den Empfehlungen des Bayerischen Sportärzteverbandes bei der sportmedizinischen Untersuchung ein Belastungs-EKG durchgeführt werden. Im Rahmen eines Ausbelastungstests auf dem Fahrradergometer wird zudem das Herzfrequenz- und Blutdruckverhalten vor, während und nach Belastung überprüft sowie die Atemgase (VO2/VCO2) mittels einer Ergospirometrie aufgezeichnet. Über die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit (VO2max), das „Bruttokriterium“ der Ausdauerleistungsfähigkeit, kann eine exakte Aussage über die kardiovaskuläre Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen getroffen werden.
Wir gehen individuell auf die Wünsche unserer Sportler und ihrer Trainer ein. So kann optional aus der Ergospirometrie eine Trainingsempfehlung anhand der ventilatorischen Schwellen formuliert werden.

Lungenfunktionsprüfung

Mittels der Lungenfunktionsprüfung wird die Funktion von Atemwegen und Lunge überprüft, um obstruktive (z.B. Asthma bronchiale) oder restriktive Belüftungsstörungen auszuschließen.

Laborchemische Untersuchungen

Es erfolgt die Untersuchung einiger wichtiger Blutwerte (Blutbild, Entzündungswerte, Leber- und Nierenwerte) sowie des Urins, um eine akute Infektion oder mögliche Funktionsstörungen von Organen auszuschließen.

Gefäßdiagnostik

Im Rahmen der Gefäßdiagnostik werden Intima-Media-Dicke (IMT), Gefäßsteifigkeit und Pulswellengeschwindigkeit mittels Ultraschall beidseitig an der Halsschlagader (A. carotis communis) erhoben. Die IMT beschreibt die Dicke der Intima einer Gefäßwand einer Arterie, bestehend aus der Tunica interna (innere Schicht) und der Tunica media (mittlere Schicht), und ermöglicht die Abschätzung des kardiovaskulären Risikos. Sie gibt Auskunft darüber, ob bereits in jungen Jahren strukturelle Veränderungen an der Gefäßwand zu beobachten sind. Gefäßsteifigkeit und Pulswellengeschwindigkeit werden mit der Ultraschall-Technologie eTracking gemessen. Sie sind funktionelle Messparameter, die ebenfalls zur Früherkennung von kardiovaskulären Erkrankungen beitragen.

NEWS

Skifahren, langlaufen, rodeln - für Millionen Deutsche ist Wintersport eine Herzensangelegenheit. Das trifft auch, aber aus ganz anderer...

Weiterlesen