Leistungssport im Kindes- und Jugendalter erfordert häufig 10 bis 20 Stunden Training pro Woche, weit über den von der WHO empfohlenen 60 Minuten täglicher Bewegungszeit. Dies kann das Herz-Kreislaufsystem negativ beeinflussen, ähnlich wie bei erwachsenen Leistungssportlern. Daher ist die frühzeitige Beobachtung der kardiovaskulären Gesundheit von jungen Athleten von großer Bedeutung.
Die MuCaya+ Studie ist ein von der DFG-gefördertes Projekt, welches über drei Jahre die Auswirkungen intensiven Sports bei Kindern und Jugendlichen erforscht. Jährlich werden 250 junge Sportler in der sportmedizinischen Ambulanz untersucht, um Zusammenhänge zwischen kardiovaskulären Veränderungen, sportlicher Aktivität und Leistungsfähigkeit, Körperzusammensetzung, Essverhalten und biochemischen Faktoren zu analysieren.
Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft: DFG
Zum Diagnostik-Programm gehören neben einem medizinischen Basis-Check (Bestimmung von Größe und Gewicht, Körperfett, Blutdruckmessung) ein Ruhe-EKG, Ultraschalluntersuchungen des Herzens und der Blutgefäße und eine Messung der Lungenfunktion. Abschließend wird ein ausführlicher Fitnesstest auf dem Fahrrad durchgeführt mit Messung der Lungen- und Herzfunktion unter körperlicher Belastung. Zusätzlich wird in einer Untergruppe Blut abgenommen, um spezifische Laborparameter zu bestimmen.
Folgende Untersuchungen werden im Einzelnen durchgeführt: